Pinienkerne

Pinienkerne – Nüsse oder doch Samen? Gewonnen werden sie aus den Zapfen von etwa 20 Kiefernarten, die vor allem in Asien, in den USA und bei uns in Europa wachsen. Ihre Verarbeitung ist allerdings recht aufwendig, was sich im höheren Preis niederschlägt, und bis die Bäume sie überhaupt hervorbringen, vergeht bis zu ein Vierteljahrhundert. Pinienkerne stecken voller gesundheitsfördernder Stoffe wie einfach ungesättigter Fettsäuren, einer Reihe von Mineralstoffen und verschiedener Antioxidantien, etwa Lutein. Man kann sie pur oder geröstet naschen oder süßen und pikanten Gerichten beigeben. Bei uns gibt es sie in vier Packungsgrößen von klein bis groß – schon die kleinste mit 100 Gramm enthält zwischen 600 und 700 Stück. Und um die Frage vom Anfang zu beantworten: Auch wenn man sie Nüsse nennt, handelt es sich um Samen.

Pinienkerne und ihre Wirkung auf die Gesundheit

Pinienkerne haben einen besonders hohen Fettanteil, vor allem an einfach ungesättigten Fettsäuren, die zu den gesunden Fetten zählen. Sie wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel im Blut und damit letztlich auf unser Herz aus.

An Vitaminen enthalten sie B-Vitamine, Vitamin K und Vitamin E. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans und schützt den Körper vor oxidativem Stress; außerdem soll es den Alterungsprozess verlangsamen, und es ist gut für die Augen. Ein weiteres Antioxidans, das in den Kernen reichlich steckt, ist Lutein. Es kommt vor allem in unserer Netzhaut vor, die es in erster Linie schützt. Darüber hinaus verringert es das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, trägt zu einem angemessenen Cholesterinspiegel bei, und Studien deuten darauf hin, dass es das Risiko für Dickdarmkrebs senken kann.

Auch an Mineralstoffen sind Pinienkerne reich: Sie liefern Magnesium, Phosphor, Zink, Kupfer, Mangan und Kalium. Magnesium wirkt beruhigend auf das Nervensystem, Zink verbessert den Zustand von Haaren und Haut, und Mangan spielt eine wichtige Rolle bei der Wundheilung.

Nährwerte von Pinienkernen

100 Gramm Pinienkerne enthalten im Schnitt 50-70 % Fett, 15 % Kohlenhydrate, 15-20 % Eiweiß und 1-5 % Ballaststoffe.

Wann und wie viele Pinienkerne?

Pinienkerne können Sie zu jeder Tageszeit essen. Für Erwachsene liegt die empfohlene Tagesmenge bei 20-30 Gramm.

Pinienkerne in der Küche

Welche Köstlichkeit kommt ohne Pinienkerne nicht aus? Das Basilikumpesto, dessen Ursprünge bis ins Römische Reich zurückreichen. Es ist schnell gemacht – mit wenigen Zutaten haben Sie es zu Hause in ein paar Minuten fertig. Beliebt ist es auch, die Kerne zu rösten und so zu genießen: Dann schmecken sie etwas intensiver und sind viel knuspriger. Streuen Sie sie über Süßes wie Obst, Milchreis und andere Breie, Palatschinken oder Crêpes, aber auch über Pikantes wie Avocado-Toast oder Gemüsesalat mit Käse. Und auf cremigen Gemüsesuppen machen sie sich als Dekoration ebenfalls gut.

So lagern Sie Pinienkerne

Am besten füllen Sie Pinienkerne in ein luftdicht schließendes Glas- oder Keramikgefäß und stellen es an einen kühlen, dunklen Ort. Größere Mengen lassen sich auch einfrieren. Tauen Sie sie bei Bedarf langsam auf, damit sie ihre natürliche Knusprigkeit behalten.

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